Herzlichen Dank an Franz Wieser für das Weihnachtsbild "Friede den Menschen auf Erden"!

zu Weihnachten - von Gott berührt

Meine Freundin sagte erst kürzlich zu mir, Weihnachten habe nichts Besinnliches mehr, es ist nur noch Hektik und Stress. Als unsere Kinder noch klein waren, empfand sie Weihnachten ganz anders.

Mir geht es genauso. Wenn ich an Weihnachten denke, frage ich mich, wann ich wohl heuer das Kekse backen in Angriff nehmen werde. Die Weihnachtsdekoration aus dem Keller hole und mir Gedanken darüber mache, was ich meinen Lieben schenken könnte.

Dabei ist Weihnachten eine Zeit der Stille und Freude. Wo wir zur Ruhe kommen und neue Kräfte sammeln können – wie es auch in der Natur draußen geschieht. Aber was machen wir anstatt Kerzen anzuzünden, Tee zu trinken und sich bewußt Zeit für andere zu nehmen?

Wir wollen von Gott berührt werden, die frohe Botschaft seiner Existenz mit Freude erleben und Weihnachten wieder spüren.

Wo also soll man das finden? In der Kirche? Im Pfarrbrief? Da hilft es nicht viel, wenn man an Weihnachten schon ans Sterben zu Ostern erinnert wird oder im Pfarrbrief großteils Ankündigungen zu Veranstaltungen zu finden sind. Wo soll man also nun suchen?

Es nützt alles nichts: da muss man wohl in sich gehen. Selbst einen Weg finden, sich besinnen. Raum und Zeit für ein Miteinander schaffen, sich in der Hektik des Alltags zurücknehmen und sich auch für sich selber Zeit nehmen.

Nur wir selber können es für uns Weihnachten werden lassen!

Gott ist da! Er wartet darauf von uns entdeckt zu werden. Wir müssen nur willens sein, in uns zu gehen. Von Gott berührt zu werden, passiert nur, wenn wir selber die Anstrengung dazu unternehmen.

Helga Tackner

Stern in der Nacht

Bist du die Erwartung, die mich quält,
Sich mit Hoffnung vermählt.
Wie ein Stern in der Nacht,
Leuchtest du mit Bedacht.

Bist du die Hand, die mich schützt,
Mich hält und mich stützt.
Wie ein Stern in der Nacht,
Der über mir wacht.

Bist du die Sehnsucht, die zehrt,
Mir für immer verwehrt.
Wie ein Stern in der Nacht,
Unerreichbar und sacht.

Bist du die Erfüllung, die mich trägt,
Mich stärkt und bewegt.
Wie ein Stern in der Nacht,
Der glücklich mich macht.

Bist du die Kraft, die mich führt,
In meinem Herzen berührt.
Du mein Stern in der Nacht,
Der mir Liebe gebracht.

Helga Tackner